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Hinweise zu den Original-Prints

»Der Körnerpark in Neukölln«, Foto © Friedhelm Denkeler 1978, gelatin silver print (Ilford), Bildmaß 30×45 cm, Blattmaß 40×55 cm, Passepartout 50×60 cm
»Der Körnerpark in Neukölln«, Foto © Friedhelm Denkeler 1978, gelatin silver print (Ilford), Bildmaß 30×45 cm, Blattmaß 40×55 cm, Passepartout 50×60 cm

Die Größe der Original-Prints (Schwarzweiß und Farbe) beträgt in der Regel 30 x 45 cm (Bildmaß = Blattmaß) in einem Passepartout 50 x 60 cm. Belichtet werden sie auf »Fujicolor Crystal Archive Papier« (PE), 250 Gramm. Die Entwicklung erfolgt im »Fuji Frontier Digital Minilab« (Preise auf Anfrage).

Auf Wunsch werden die Schwarzweiß-Photographien im analogen Entwicklungsprozess mit Silbergelatine-Barytpapier (Ilford) archivfest ausgearbeitet. Für eine schwarzweiße Photographie ist Barytpapier die edelste Art von Fotopapier. Es hat einen hohen Silbergehalt, was einen großen Tonwertreichtum und ein tiefes Schwarz bedeutet.

Die Größe der Fotoabzüge beträgt: Bildmaß: 30 x 45 cm, Blattmaß:  40 x 55 cm. Das kartonstarke Papier ist 315 g/qm schwer. Die Auflage beträgt in der Regel max. 10+2 AP (Preise auf Anfrage).

Stand: 18.02.2020


Hinweise zu den Künstlerbüchern

Künstlerbuch »Neunmal Neukölln  – Berliner Stadtgänge«, 30x21 cm, 216 Seiten, Selbstverlag, © Friedhelm Denkeler 2021
Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, 30×21 cm, 216 Seiten, Selbstverlag, © Friedhelm Denkeler 2021

Künstlerbücher sind ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Sie bewegen sich im Schnittpunkt von Büchern und Kunst, werden in der Regel vom Künstler selbst produziert und im Eigenverlag herausgegeben.

Beim Buchobjekt handelt es sich oft um Unikate, ansonsten erwartet der Sammler eine limitierte Auflage, die vom Künstler nummeriert und signiert ist. Ideal ist eine Kombination von Ausstellung und Künstlerbuch, das in diesem Fall nicht als Dokumentation der Ausstellung anzusehen ist, sondern als eigenständiges Werk und als Ergänzung zu den ausgestellten Bildern (Preise auf Anfrage).

Das Buch mit den Bildern (und Texten) ist ein fassbares Objekt, man kann es aufschlagen, vorblättern (und zurück), spürt die Beschaffenheit des Papiers und sieht die Umschlaggestaltung und das Layout. Kurzum: Das ›Lesen‹ in einem Buch erfordert Disziplin, aber es wird durch die visuelle, haptische und eine gewisse emotionale Bindung an das Buch unterstützt. Bei gehobener Literatur muss man schon mal innehalten, nachdenken, in sich gehen, reflektieren. Und das scheint mit einem gedruckten Buch sehr viel besser zu gehen, als wenn man sich die Bilder digital ansieht. (siehe auch den ausführlichen Artikel »Künstlerbücher – Das Buch als Kunstobjekt»). Soweit vorhanden, ist auf jeder Portfolio-Seite das entsprechende Künstlerbuch abgebildet.


Hinweise zur Nutzung der Website

Das Navgieren in den LICHTBILDERn erfolgt mit den beiden Hauptlinks Portfolios und Arbeiten. Unter Portfolios sind ausgewählte Portfolios mit Thumbnails (zurzeit 30) und unter Arbeiten alle seit 1978 alle bisher produzierten und geplanten Portfolios (zurzeit 52) zu finden.

Aufbau der Portfolio-Seiten

Die Seiten der einzelnen Portfolios sind alle nach einem gleichen Schema aufgebaut:

  • Indexprint (in der Regel 25 Thumbnails des jeweiligen Portfolios),
  • gefolgt von einer textlichen Zusammenfassung,
  • die Einzelbilder in einer vegrößerten Fassung (in der Regel 25 Photographien),
  • ein ausführlicher Artikel zum Portfolio (Hintergrund, Daten)
  • und zum Schluss Dokumente (wie Künstlerbuch, Plakat, Katalog, Kritiken).

Drei Service-Seiten

Im Link Support gibt es Hinweise zu den Original-Prints, zu Künstlerbüchern und zur Navigation, unter Info Biographie, Ausstellungen und Veröffentlichungen und unter Kontakt Möglichkeiten mit dem Herausgeber der Website in Verbindung zu treten (Impressum, Datenschutzerklärung).

Auf dieser Website werden alle externen Links in einem neuen Fenster bzw. Tab geöffnet. Sie wird mit einer sicheren Datenübertragung betrieben (Transport Layer Security – TLS).

Übersicht der Website LICHTBILDER (Organigramm), Grafik © Friedhelm Denkeler 2020
Aufbau der Website LICHTBILDER (Organigramm), Grafik © Friedhelm Denkeler 2021

JOURNAL – Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

In meinem Blog JOURNAL finden Sie Berichte zum Thema Photographie, Besprechungen von Ausstellungen zu Photographie und Kunst, sowie Neues auf meinen Websites. Die Beiträge beziehen sich bevorzugt auf die Hauptstadt-Region, aber auch auf bundesweite Veranstaltungen. Die Besprechung von Filmen und Rock-Videos erscheint unregelmäßig und das Zitat des Monats rundet dieses Journal ab.

In der folgenden Aufstellung der Blog-Rubriken gehen die Inhalte des Blogs gut hervor: Ausstellungen, Filmbesprechungen, Fotografische Fundstücke, Historische Fotos, In den Straßen von Berlin, Neues auf meinen Websites, Rock-Archiv, Sonntagsbild, Stadtverschönerung, Theorie der Photographie, Verschiedenes und das Zitat des Monats.


Künstlerbücher – Das Buch als Kunstobjekt

Von einem Künstlerbuch spricht man, wenn es ein Künstler gemacht hat, oder wenn er sagt, es sei eines [Lucy Lippard, Kunsthistorikerin]

Um künstlerische Photographie auszustellen, braucht man einen Galerieraum, aber der Künstler hat auch die Möglichkeit, das Buch als Raum zu verwenden. Das heißt zunächst einmal als ›normales‹ Fotobuch, als Massenware. Dafür wird sich aber nicht unbedingt ein Sammler interessieren. Der Sammler bevorzugt bei Photographien den ›Vintage- Print‹, oft in schwarzweiß auf Barytpapier. Bei neuen Prints auf edlem Papier erwartet er eine geringe Auflagenhöhe. Originalkunst ist aber vielfach nicht für alle erschwinglich. Hier bieten sich für Sammler die Künstlerbücher an.

Friedhelm Denkeler »34 Künstlerbücher»  von 40. Stand: Januar 2020Künstlerbücher sind ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Das reicht von wertvollen Luxusausgaben mit einer Originalgraphik bis zu limitierten Auflagen. Sie bewegen sich im Schnittpunkt von Büchern und Kunst, werden in der Regel vom Künstler selbst produziert und im Eigenverlag herausgegeben. Oft haben sie ein außergewöhnliches Format oder werden auf artfremdem Material gedruckt. Beim Buchobjekt handelt es sich oft um Unikate, ansonsten erwartet der Sammler eine limitierte Auflage, die vom Künstler nummeriert und signiert ist.

Künstlerbücher sind nicht unbedingt in Buchhandlungen oder Galerien zu finden. Künstler sind individuelle Zeitgenossen, die ihre Arbeiten meist nicht professionell vermarkten. Weil sie so selten sind und meist auch nur in kleinen Auflagen oder als Unikate erscheinen, werden bestimmte Künstlerbücher auch als »rare books« bezeichnet. Sie orientieren sich an gebundenen Büchern, aber auch andere Formen wie Leporellos oder Faltkarten auf Papier oder Drucke auf flachem, für den Druck geeignetem Material, sind möglich.

Natürlich könnte man ein Fotobuch als ›normales‹ Buch drucken und verlegen lassen, aber der Künstler hat hier nicht mehr die volle Freiheit bei der Gestaltung. Eine eher theoretisch hohe Auflage würde zu einem wirtschaftlichen Problem führen, da sich nur ein vergleichsweise niedriger Preis für das einzelne Exemplar erlösen ließe. Vorausgesetzt ist dabei stets, dass sich überhaupt ein Käufer findet, der Interesse an einem solchen ›Massenprodukt‹ hat; Ausnahmen sind die Bücher von prominenten Künstlern und/oder Bücher mit einem spektakulären Inhalt. Ideal ist eine Kombination von Ausstellung und Künstlerbuch, das in diesem Fall nicht als Dokumentation der Ausstellung anzusehen ist, sondern als eigenständiges Werk und als Ergänzung zu den ausgestellten Bildern.

Künstlerbuch »Møns Klint«: Größe 42 x 30 cm, Hardcover, 68 Seiten, 58 Photographien in schwarz-weiß
, 2015
Künstlerbuch »Møns Klint«: Größe 42 x 30 cm, Hardcover, 68 Seiten, 58 Photographien in schwarz-weiß
, 2015

Das Medium ›Buch‹ ist insbesondere für einen Fotografen interessant. Zum Konzept des Künstlerbuches gehört es, durch die Anordnung von zwei Photographien auf einer Doppelseite die Bilder in Beziehung setzen oder durch Umblättern eine Trennung darstellen zu können. Weiter kann der Autor die Reihenfolge der Bilder bestimmen und eine visuelle Geschichte erzählen. Damit ist klar, dass man ein Künstlerbuch nicht einfach durchblättern kann (schon gar nicht von hinten nach vorne!), sondern um das Wesentliche zu erkennen, muss man es von der ersten bis zur letzten Seite erfassen. Es ist eine neue Art von Kunst, die mit Hilfe der Buchstruktur, durch die zeitliche Abfolge des ›Lesens‹, überhaupt existent und wahrnehmbar ist.

Nun liegt nicht alles was ein Autor darstellen möchte als Bild vor, auch nicht in einer Reihe von Bildern. Hilfreich ist in diesem Fall die textliche Darstellung, das ›zwischen den Bildern‹ Liegende. In meiner Künstlerbuch-Reihe »Erinnerungen – Ein Leben in Bildern« liegen nicht für alle Erinnerungen Photographien oder Memorabilien vor; ein ausführlicher Text ergänzt die Bildfolge. Oder das Buch »Photographien – Die Harmonie eines Augenblicks« aus dem Jahr 1982, das aus Einzelbildern besteht und mit weniger Text auskommt. Natürlich geht es in erster Linie um Bilder und in einem guten Bild schwingt stets etwas mit, das sich nicht in Worte fassen lässt oder wie Susan Sontag es ausdrückt »Das wirksamste Element im Kunstwerk ist nicht selten das Schweigen«. Viele Worte oder Interpretationen sind dann nicht notwendig.

Seit 1989 produziere ich neben meinen Portfolios auch Künstlerbücher. Die ersten entstanden als »Bucharbeiten« und seit 2006 als »Künstlerbücher«; inzwischen sind über vierzig entstanden. Neue Portfolios und neue Bücher kündige ich in meinem »Journal – Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst« an und stelle sie auf meiner Website »Lichtbilder« ausführlich vor; da Künstlerbücher ein eigenständiges Medium sind, kann das nur ein unvollständiger Ersatz sein. Ausgangspunkt meiner Künstlerbücher sind – jedenfalls bisher – meine eigenen Portfolios mit Photographien. Diese Bilder sind als Serie als eigenständiges Werk anzusehen, als Beispiel sei das Portfolio »Tempelhofer Kreuz« genannt. Die Prints sind für eine Ausstellung und/oder einen Sammler produziert. Als Künstlerbuch entsteht aber ein eigenständiges Werk, auch wenn es zu einem Großteil aus den denselben Bildern besteht.

Das Buch mit den Bildern (und Texten) ist ein fassbares Objekt, man kann es aufschlagen, vorblättern (und zurück), spürt die Beschaffenheit des Papiers und sieht die Umschlaggestaltung und das Layout. Kurzum: Das ›Lesen‹ in einem Buch erfordert Disziplin, aber es wird durch die visuelle, haptische und eine gewisse emotionale Bindung an das Buch unterstützt. Bei gehobener Literatur muss man schon mal innehalten, nachdenken, in sich gehen, reflektieren. Und das scheint mit einem gedruckten Buch sehr viel besser zu gehen, als wenn man sich die Bilder digital ansieht. Kann man sich einen Sammler vorstellen, der Künstlerbücher digital sammelt? Das Künstlerbuch ist eine neue Art von Kunst, die mit Hilfe der Buchstruktur, durch die zeitliche Abfolge des Lesens, überhaupt existent und wahrnehmbar ist.

Künstlerbuch »Macht zu viel Sex verrückt? Oder: Fünfzig wilde Kongoweiber«, 27x20 cm, 216 Seiten, Hardcover, Selbstverlag © Friedhelm Denkeler 2012
Künstlerbuch »Macht zu viel Sex verrückt? Oder: Fünfzig wilde Kongoweiber«, 27×20 cm, 216 Seiten, Hardcover, Selbstverlag © Friedhelm Denkeler 2012

Wo findet man nun die raren Künstlerbücher? Sicherlich stellen die Künstler ihre Werke auf ihren Websites vor. Aber man muss sie in die Hand nehmen können, fühlen und ansehen; die Möglichkeit besteht zum Beispiel auf einer Künstlerbuch-Messe (die Frankfurter Buchmesse hat einen Bereich mit Künstlerbüchern, in Berlin gibt es zwei verschiedene Messen). Auch der direkte Kontakt zu den Künstlern bietet sich an. Künstlerbücher sammeln mittlerweile weltweit unterschiedlichste Museen, Bibliotheken und Sammlungen. Das »Museum für Kunst und Gewerbe« in Hamburg besitzt eine umfangreiche Sammlung von ca. 3.500, die »Hamburger Kunsthalle« 1.700, die »Bayrische Staatsbibliothek« 20.000 Künstlerbücher und über 5.000 die »Universität für angewandte Kunst« in Wien, die seit 1994 sammelt.

Als eines der ersten Künstlerbücher wird meistens »Twentysix Gasoline Stations« (1963) von Ed Ruscha erwähnt. Die Idee zum Buch bekam er auf seinen zahlreichen Fahrten von Oklahoma nach Kalifornien. Er fotografierte die Tankstellen an der berühmten »Route 66« und hatte dabei »das Gefühl, Kunst in einer ›kunstlosen‹ Ecke der Welt zu machen … Die Tankstelle war ein Funken Kultur«. Künstlerbücher spielten auch bei Martin Kippenberger eine große Rolle. In seiner nur 20-jährigen Karriere soll er an die 150 Bücher produziert haben. Michael Schmidt ging 2012 einen etwas anderen Weg. Zur Ausstellung »Lebensmittel«, unter anderem im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen, ließ er ein Buch produzieren, das er selbst gestaltet hat.

Das fotografische Künstlerbuch setzt als limitierte Edition in der heutigen Zeit ein Zeichen gegen die Bilderflut in den sozialen Medien und auch gegen die Flut der Fotobücher ›von der Stange‹. Das Künstlerbuch entwickelt sich zum Sammelobjekt, da im Gegensatz zum fotografischen Abzug der Preis deutlich niedriger liegt. Es ist ein eigenständiges Werk des Künstlers und ergänzt oder ersetzt auch manchmal ein gehängtes Portfolio in der Galerie oder im Museum. Der Künstler kann eine komplexere Geschichte erzählen und aus mehreren Büchern ergeben sich die Zusammenhänge eines umfangreichen Œuvre.

Ich nenne meine Bücher »Bücher«, aber sie sind Teil meiner Kunst. Sie sind Seite für Seite genauso wichtig wie die anerkannten Künste Malerei und Bildhauerei. Die Bücher sind echte, gewichtige Kunst [Ed Ruscha]

Überblick Künstlerbücher

Übersicht Künstlerbücher, Grafik © Friedhelm Denkeler, Stand: 01/2020

Friedhelm Denkeler, Januar 2020